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Beim Thema Versicherung sollen Männer und Frauen zukünftig gleich behandelt werden.

Aktuell hat der europäische Gerichtshof ein Urteil ausgesprochen, dass die Versicherungen ab Ende des Jahres 2012 nur noch geschlechtsneutrale Tarife und Leistungen anbieten dürfen. Bisher wurde bei den Verträgen der Versicherungen berücksichtigt, ob es sich beim Versicherungsnehmer um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Versicherungstarife wurden bisher nach den statistischen Risiken kalkuliert. Es gibt Statistiken, die belegen, dass Frauen im Durchschnitt weniger Unfälle bauen – vielleicht interessiert das auch die ein oder andere Frau für die nächste Diskussion auf der nächsten Autofahrt mit einem männlichen Beifahrer ;-) – und deswegen mussten Frauen bisher auch weniger für ihre KFZ-Haftpflichtversicherung bezahlen. Frauen haben statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung als Männer. Für den Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung bedeutet das einen günstigeren Beitrag als bei einem Mann, für eine private Rentenversicherung bedeutet es höhere Beträge, da Frauen dann ja auch länger Leistungen in Anspruch nehmen. Jedenfalls hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg nun geurteilt, dass das eine unzulässige Diskriminierung ist. Eine EU-Gleichstellungsrichtlinie verlangt schon seit Dezember 2007 geschlechtsneutrale Unisex-Tarife. Die Versicherer und auch die Regierungen in der EU müssen die entsprechenden Verträge und Gesetze nun ändern.

Für alte Verträge ist diese Änderung wohl egal. Sie betrifft nur die neu abgeschlossenen Verträge. Ich finde, es ist schwierig, sich als Verbraucher zu entscheiden, ob das nun eine gute Lösung ist. Einerseits kämpfen die Frauen ja schon so lange um Gleichberechtigung, andererseits hatten Frauen nun auch mal Vorteile wenn es um eine Versicherung ging. Ich werde beim nächsten Treffen mal mit meinem Versicherungsmakler in Schwerin sprechen, was er davon hält. Die Versicherungen üben schon jetzt Kritik an dem Urteil. Es sei ungerecht.

Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland findet die Gleichstellung ungerecht. Er schreibt in der Zeitung Euro am Sonntag, dass unterschiedliche Beiträge für Männer und Frauen bei den Versicherungen nichts mit Diskriminierung zu tun hätten. Er denkt, dass das Urteil teurere Produkte für uns Verbraucher mit sich bringen wird.

Wie so oft wird die Zeit zeigen, ob es eine gute oder eine schlechte Entscheidung ist und war, die der Europäische Gerichtshof da getroffen hat! Für heute sag ich nun erstmal HELAU und wünsche ein paar tolle Tage :-)

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